I take care https://itake.care Therapie - Coaching - Aufbruch Mon, 21 Sep 2020 16:28:12 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.5.1 https://itake.care/wp-content/uploads/2017/07/cropped-Sonne_neu-150x150.jpg I take care https://itake.care 32 32 Bist du auch ein bisschen oxytoxy? https://itake.care/blog/bist-du-auch-ein-bisschen-oxytoxy-eine-kuschel-hormon-info/ Mon, 21 Sep 2020 16:28:10 +0000 https://itake.care/?p=1365 Oxytocin ist sowohl ein Hormon als auch ein Neurotransmitter. Ganz vereinfacht gesagt, hat Oxytocin somit zwei Aufgaben, als Hormon eine ganz eigene und als Neutrotransmitter arbeitet es als Unterstützer. Hormonell ist Oxytocin ganz richtig bekannt als Kuschelhormon, denn es sorgtmehr...

Der Beitrag Bist du auch ein bisschen oxytoxy? erschien zuerst auf I take care.

]]>
Oxytocin - Das Kuschelhormon

Oxytocin ist sowohl ein Hormon als auch ein Neurotransmitter. Ganz vereinfacht gesagt, hat Oxytocin somit zwei Aufgaben, als Hormon eine ganz eigene und als Neutrotransmitter arbeitet es als Unterstützer.

Hormonell ist Oxytocin ganz richtig bekannt als Kuschelhormon, denn es sorgt für Bindung. Am bekanntesten ist seine Ausschüttung im Rahmen der Geburt über die Einleitung der Wehen und den Milcheinschuss, aber auch in den Folgetagen für die Mutter-Kind-Bindung. Oxytocin ist aber nicht nur dann unterwegs, sondern immer dann, wenn es um Berührung und zwischenmenschliche Kontakte geht. Es entspannt uns beim Sex, es entkrampft uns bei einer Massage, lässt uns aufblühen bei einer freundschaftlichen Umarmung. Zudem hilft es uns, empfänglicher für zwischenmenschliche Signale zu werden, denn es macht uns offener und gelassener. So gewinnen wir Vertrauen in andere, aber auch in uns selbst. Das Belohnungssystem wird aktiviert. Wir fühlen uns handlungsfähig, wird spüren unsere Möglichkeiten, unser Leben zu beeinflussen, wir gewinnen mehr Selbstvertrauen.

Da Oxytocin Bindungen stärkt, wird aus der Mutter aber auch die Tigerin, die ihr Junges schützt, und aus dem Gangmitglied der Verteidiger gegen jedwede Beleidigung. Denn Oxytocin stärkt uns auch darin, unsere Liebsten zu verteidigen.

Parallel reguliert Oxytocin als „Helfer“ den Blutdruck und eng damit verbunden den Cortisolspiegel. Genau, Cortisol, der Gegenspieler, das olle Stresshormon. Oxytocin fährt den kleinen Aggressor runter, dimmt den Stress.

Im Idealfall: Emotionale Verteidigung der Brut? Ja! Auf aggressive Weise? Nein!

Für dich? Für mich? Für alle?

Die Forschung läuft und sieht vielversprechend aus hinsichtlich Angststörungen, Autismus, Paartherapie, Traumata & vielem mehr.

Oxytocin ist kurzum also ein richtig klasse Zeug. Da bislang aber noch nicht die Optimaldosis gefunden und potentiell unerwünschte Wirkungen geklärt wurden, Finger weg von einer künstlichen Zufuhr über Nasensprays & Co..

Zum Glück gibt es viel schönere Wege, um unser Oxytocin in Fahrt zu bringen: 

  • Dinge tun, die man liebt
  • Menschen treffen, die man mag
  • Körperkontakt, wozu auch Tiere streicheln gehört
  • Blickkontakt, man denke an den Hundeblick
  • Großzügig und großherzig sein, sich um andere kümmern
  • Die eigene Sinneslust fördern: Kunst, Musik, Natur, Sport
  • Ein Dankbarkeitstagebuch schreiben

Der Beitrag Bist du auch ein bisschen oxytoxy? erschien zuerst auf I take care.

]]>
Von Demut und Demütigung https://itake.care/blog/von-demut-und-demuetigung/ Mon, 20 Jul 2020 10:15:11 +0000 https://itake.care/?p=1356 Die Demut Der Begriff „Demut“ geht auf das althochdeutsche „diomuoti“, also „dienstwillig“ zurück. Aber in Demut steckt auch das Wort „Mut“. Was soll uns das sagen? Demut bedeutet zum einen das Akzeptieren einer höheren Instanz, die Bereitschaft zur Unterordnung. Frühermehr...

Der Beitrag Von Demut und Demütigung erschien zuerst auf I take care.

]]>
Demut

Die Demut

Der Begriff „Demut“ geht auf das althochdeutsche „diomuoti“, also „dienstwillig“ zurück. Aber in Demut steckt auch das Wort „Mut“. Was soll uns das sagen?

Demut bedeutet zum einen das Akzeptieren einer höheren Instanz, die Bereitschaft zur Unterordnung. Früher galt dies dem Dienstherr, daher auch das „dienstwillig“.

Zum anderen also der Mut. Denn ist es nicht mutig, sich freiwillig unterzuordnen, jemand oder etwas Anderem die Führung ohne Zaudern zu überlassen? Dieser Mut aber befreit vor der Anmaßung der eigenen Wichtigkeit. Demut ist Glauben und Vertrauen und Sicherheit.

Demut heißt, seinen Platz zu kennen und anzunehmen. Daher ist die zur Demut gehörende Körperhaltung das „Kleinmachen“ in Form von Knicks oder Diener, das Auf-den-Rücken-Werfen bei Tieren. Demut heißt, sich in völliger Übereinstimmung mit dem eigenen Sein zurückzunehmen. Demut soll auch Aggressionen des Gegenübers verhindern. Denn es gibt immer jemanden in Demut und das Objekt derselbigen. Demut ist eine Geste und eine innere Haltung.

Also Demut vor dem Dienstherr, dem Chef? Nein! Aber Demut vor den Naturgewalten, die wir nicht kontrollieren können. Demut vor Geschenken des Lebens wie die eigenen Kinder oder die Genesung nach schwerer Krankheit. Und auch die Demut vor den Grenzen unseres eigenen Geistes. Demut ist Dankbarkeit. Man ist demütig vor dem, dem man vertraut, dem man Gutes und Großes zutraut, dem man Logik und Verantwortung zuordnet, selbst dann, wenn sie sich einem selbst nicht erklärt. Demut ist Hingabe.

Die Demütigung

Eine Demütigung ist eine bewusste herabwürdigende Behandlung eines anderen Lebewesens, die seine Würde und seinen Selbstwert antasten soll. Der Misshandelte soll zur Demut gezwungen werden. Aber dies schließt sich per definitionem aus. Demut ist eine freiwillige, aus der inneren Überzeugung entstehende Haltung.

Ein typisches Symbol der Demütigung ist der Judenstern. Er deklarierte Menschen zu Wesen zweiter Klasse, eine Maßnahme ohne Sinn und Verstand, verachtend und beschämend.

Das Gefühl, das uns Menschen am tiefsten trifft, das ist dieses Gefühl der Demütigung. Keine Angst, keine Traurigkeit, kein Zorn und keine Schuld graben sich so tief in unsere Seele wie die Demütigung, die tiefe Scham. Dieser Schmerz ist nur sehr schwer und sehr langsam zu heilen. Dies konnte sogar in Studien zur Hirnaktivität (Universiteit von Amsterdam) nachgewiesen werden. Eine Demütigung macht uns machtlos, wehrlos, hilflos. Demütigung erfolgt in Absicht und provoziert dadurch den Zweifel an der eigenen Person oder Beurteilung.

Demütigung ist leider keine Seltenheit. Ein häufiges Beispiel mitten aus dem Leben ist der Vergleich, den Eltern (gedankenlos?) zwischen ihren eigenen und fremden Kindern ziehen. Bewundern die Eltern intensiv den Spielkameraden, so werten sie somit ganz automatisch parallel das eigene Kind ab. Da das Kind den Eltern vertraut, muss es davon ausgehen, dass es schlecht, weniger wert ist als der eigene Freund. Es schämt sich für seine Unzulänglichkeit.

Nichts wie weg!

Das letztgenannte Beispiel zeigt, wie oft Demütigungen im täglichen Leben passieren. Wir können uns spontan meist nicht wehren, da das Akutgefühl einen niederdrückt. Vielleicht ist man auch stark genug, um sich aufzulehnen, aber es wird ein Schamgefühl, ein „Fragezeichen“ als Knoten im Bauch, zurückbleiben. War etwas Wahres dran an der Demütigung? Hat man sie gar verdient? Sollte man sich nicht dem Angreifer demütig beugen?

Wer das Gefühl der Demütigung kennt, bekommt hiermit seinen offiziellen Freispruch: NIEMAND hat das Recht, dieses Gefühl in einem auszulösen.

Zu lernen mit Demütigung umzugehen, ist ein längerer Prozess. Hier daher nur ein paar Ansätze:

Wenn die Gedanken immer wieder um die demütigende Situation kreiseln, dann hilft es, diese vorerst sachlich zu analysieren. Stimmen die herabwürdigenden Fakten oder trafen zwei Meinungen aufeinander? Zwei Meinungen? Dann geht es darum zu lernen, zu seiner Meinung zu stehen. Wenn man aber faktisch einen Fehler gemacht hat, so ist dies menschlich, so schlimm der Fehler auch gewesen sein mag. Aus Fehlern kann man aber lernen und man kann alles daransetzen, sie nicht zu wiederholen. Man kann sie eingestehen und (sich) entschuldigen. Man kann Wege der Gutmachung überlegen. Dabei ist aber unbedingt zu beachten, wie schwer der Fehler war. Auch hier ist wieder die eigene Einschätzung gefragt. Manchmal hilft es auch, andere mit einzubeziehen und zu eruieren, wie der Schweregrad eingestuft wird. Bei einer Demütigung ist hier oft eine Diskrepanz zwischen der Einschätzung des Demütigenden und jener des Gedemütigten, also dann auch hier: zwei Meinungen.

Rache ist ein häufiges Wunschdenken nach einer Demütigung. Verständlich ja. Aber Rache ist ein nur sehr kurzfristig befriedigendes Gefühl. Effektiver und machtvoller – auch dem anderen gegenüber – ist das Zeigen der eigenen Unantastbarkeit, das Bewahren der inneren Würde, des Selbstwertgefühls, der Menschlichkeit oder hier: Güte. Kurzum: Lache statt Rache!

Interessant

Obwohl eine Demütigung so verletzend ist, gilt sie – im Gegensatz zur Beleidigung (§ 185 StGB) oder Verleumdung (§ 187 StGB) – nicht alleinig als Straftatbestand, kann aber unter vorgenannten geahndet werden.

Der Beitrag Von Demut und Demütigung erschien zuerst auf I take care.

]]>
Alkoholmissbrauch und Co-Abhängigkeit https://itake.care/blog/alkoholmissbrauch-und-co-abhaengigkeit/ Mon, 29 Jun 2020 09:57:08 +0000 https://itake.care/?p=1337 Angehörige von Suchtpatienten leiden oft intensiver und länger als der Betroffene selbst. Ihr Leben wird - und dies unverschuldet - durch die Sucht bestimmt

Der Beitrag Alkoholmissbrauch und Co-Abhängigkeit erschien zuerst auf I take care.

]]>
Alkoholmissbrauch und Co-Abhängigkeit

Da beginnt das Risiko

In Deutschland leben ca. 1,8 Millionen abhängig Alkoholkranke, die Dunkelziffer ist um ein Vielfaches höher. An den Folgen des Konsums stirbt weltweit pro Sekunde ein Mensch.

Alkohol ist gesellschaftlich hoch akzeptiert. Daher fehlt den meisten die Einschätzung dafür, ab wann Alkohol gefährlich werden kann.

Nachfolgende Statistik hat anerkannte Gültigkeit:

KonsumRichtwert FrauenRichtwert Männer
Risikormbis 12 Grammbis 24 Gramm
Riskant12 bis 40 Gramm24 bis 60 Gramm
Gefährlich40 bis 80 Gramm60 bis 120 Gramm
Hochab 80 Grammab 120 Gramm

Quelle: kenn-dein-limit.de

Um diese Angaben zu verbildlichen, ist es hilfreich, sich die Standardgetränke in Alkohol-Gramm umzurechnen:

  • 1 Bier – 0,33ml – 13 Gramm
  • 1 Wein – 0,20ml – 16 Gramm
  • 1 Sekt – 0,10ml – 9,6 Gramm
  • 1 Schnaps – 0,04ml – 12 Gramm

Auf der sicheren Seite bezüglich des Konsumverhaltens ist man folglich mit einem Standardgetränk pro Abend als Frau und zwei pro Mann sowie zwei alkoholfreien Tagen pro Woche.

Schon passiert?

Definiert wird eine Abhängigkeit, wenn mindestens drei der nachfolgend genannten sechs Kriterien über einen Zeitraum von mindestens einem Monat bestehen:

  • Starkes Verlangen
  • Verminderte Kontrollfähigkeit über die Menge, Beginn und Ende des Konsums
  • Körperliche Entzugserscheinungen
  • Toleranzentwicklung
  • Interessensverlust/-rückgang bzgl. Hobbies, Freunden, Job & Co.
  • Weiterführen des Konsums trotz Folgeschäden (gesundheitlich, beruflich, sozial,…)

Wer sich hierin erkennt, der sollte so schamlos sein und sich Hilfe holen. Es ist nie zu früh, aber leider oft zu spät…

Das Leiden der anderen

Angehörige von Suchtpatienten leiden oft intensiver und länger als der Betroffene selbst. So werden sie Teil des kranken Systems und tragen sogar zu seiner Stabilität bei. Auch ihr Leben wird – und dies unverschuldet – durch die Sucht bestimmt. Denn sie stehen in einem Abhängigkeitsverhältnis als Kinder, Partner, Eltern, Freunde. Sie lieben den Süchtigen, aber verachten, was er tut. Sie haben Angst vor der Konfrontation, Angst vor dem Urteil der Umwelt, Angst vor notwendigen Konsequenzen. Sie verstehen nicht, warum ihre Liebe, Hilfe, Präsenz nicht ausreicht, um den Süchtigen von seiner Droge loszueisen. Sie wollen dem anderen helfen, sie wollen verstehen und sie wollen tief versteckt in sich auch Trost für sich selbst. Aber sie bleiben alleine: hilflos, voller Scham, Unsicherheit, Wut und Trauer.

Die Macht der Co-Abhängigkeit

Ein Co-Abhängiger stellt die eigenen Wünsche und Ängste hintenan und fokussiert sich rein auf den Abhängigen. Dies kann über das Verbergen der Sucht vor anderen, über Kontrollversuche bis hin zur direkten Anklage reichen. Das Mit-der-Sucht-beschäftigen wird über die Zeit schlimmstenfalls zum Lebensinhalt. Sich von dem Süchtigen zu trennen, hieße dann, sich mit sich selbst beschäftigen zu müssen: Einsamkeit und innere Leere, Angst vor der ziellosen Zukunft. Und dies ohne die Fähigkeit, für sich einzustehen, denn diese hat er meist im Verlauf der Co-Abhängigkeit verlernt.

Hilfe!

Hilfe braucht also nicht nur der Süchtige selbst, sondern auch Teile seines Umfelds. Dies wird leider noch zu selten beachtet. Beide benötigen quasi einen Entzug. Der eine vom Alkohol an sich, der andere von seinem Schema des vermeintlichen Schutzmechanismus. Der Co-Abhängige muss lernen, dass er weder Schuld an der Sucht hat noch etwas gegen sie tun kann. Aber er muss etwas für sich tun: Verantwortung für sein eigenes Leben übernehmen.

Alkoholprobleme zu haben, heißt auch, Probleme verursacht zu haben. Dies sieht der Süchtige meist nicht. Er sieht die Sucht erst als kein Problem und dann als sein Problem.

Und was jetzt?

Wie immer steht das Erkennen an erster Stelle. Der Abhängige muss seine Sucht erkennen und loswerden wollen. Dies ist in den meisten Fällen nur über einen Klinikaufenthalt machbar. Der Co-Abhängige muss seinen falschen Mechanismus, der ihn in die Unselbstständigkeit zwang, akzeptieren und sich neue Wege erarbeiten. Auch hierfür bedarf es professioneller Hilfe. Beide Wege sind hart. Aber besser als alles, was davor war!

Der Beitrag Alkoholmissbrauch und Co-Abhängigkeit erschien zuerst auf I take care.

]]>
Hilfe in Mainz https://itake.care/blog/hilfe-in-mainz/ Thu, 14 May 2020 11:26:01 +0000 https://itake.care/?p=1327 Wer Hilfe braucht, der wird in Mainz nicht alleine gelassen.Es gibt Erlebnisse, über die möchte man nicht mit Freunden oder der Familie sprechen, aber dennoch weiß man, es tät gut, darüber zu reden: Gefühle, die einen verwirren. Erfahrungen, die einenmehr...

Der Beitrag Hilfe in Mainz erschien zuerst auf I take care.

]]>
Hilfe in Mainz

Wer Hilfe braucht, der wird in Mainz nicht alleine gelassen.
Es gibt Erlebnisse, über die möchte man nicht mit Freunden oder der Familie sprechen, aber dennoch weiß man, es tät gut, darüber zu reden: Gefühle, die einen verwirren. Erfahrungen, die einen tief verletzt haben. Eltern, die trinken. Kinder, die nicht mehr leben möchten. Gewalt.
Für all diese Dinge gibt es Menschen, die für einen da sind, die zuhören und helfen, oft rund um die Uhr.

SOS

Rettungsdienst, Polizei: 112

KLINIKEN

Rheinhessen-Fachklinik (Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik): 06131-3780
Hartmühlenweg 2-4, 55122 Mainz // bis 18 Jahre

Uniklinik Mainz (Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik): 06131-172920
Untere Zahlbacher Straße 8, 55131 Mainz // ab 18 Jahren

KINDER / JUGENDLICHE

Kinderschutz-Zentrum Mainz: 06131-613737
Lessingstraße 25, 55118 Mainz

Deutscher Kinderschutzbund Mainz: 06131-614191
Ludwigsstraße 7, 55116 Mainz

Jugendamt Mainz: 06131-122753
Kaiserstraße -5, 55113 Mainz

Haus des Jugendrechts Mainz: 06131-5861023
Ertalstraße 2, 55113 Mainz // Opfer von Straftaten

Selbsthilfegruppen für Jugendliche
schon-mal-an-selbsthilfegruppen-gedacht.de

FRAUEN

Mädchen-Haus Mainz: 06131-613068
Raimundisstraße 2, 55118 Mainz
Onlineberatung-maedchenhaus-mainz.de // 12-27 Jahre

Frauennotruf Mainz: 06131-221213
Kaiserstraße 59-61, 55116 Mainz
onlineberatung-frauennotruf-mainz.de

Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“: 0800-116016
hilfetelefon.de

Hilfetelefon „Schwangere in Not“: 0800-4040020
schwanger-und-viele-fragen.de

MISSBRAUCH

Hilfetelefon „Sexueller Missbrauch“: 0800-2255530
Nina-info.de

SUCHT

Brücke: Jugend- und Drogenberatung: 06131-234577
Münsterstraße 31, 55113 Mainz

Ambulanz für Spielsucht, Uniklinik Mainz: 06131-177381
Untere Zahlbacher Straße 8, 55131 Mainz

ELTERN PSYCHISCH KRANK

Zebra Mainz 06131-175843 // 06131-952140
Kinder.mapcms.de // Angehörige und Freunde
Kipsy.net // Projekte

BERATUNG

Unplugged: Beratungscafé: 06131-9067600
Leibnizstraße 4, 55118 Mainz // 16-27 Jahre

ProFamilia Mainz: 06131-2876610
Quintinstraße 6, 55116 Mainz
Profamilia-mainz.de // Sexualität, Verhütung, etc.

Nummer gegen Kummer // Mo-Sa 14-20 Uhr: 116111

Telefonseelsorge // Tag und Nacht: 0800-1110111
Bke-jugendberatung.de

SUIZIDGEDANKEN

Fideo.de // neuhland.net // u25-deutschland.de

Der Beitrag Hilfe in Mainz erschien zuerst auf I take care.

]]>
Covid 19: Besondere Herausforderung für Menschen mit Autismus https://itake.care/blog/covid-19-besondere-herausforderung-fuer-menschen-mit-autismus/ Wed, 01 Apr 2020 07:58:20 +0000 https://itake.care/?p=1315 Welt-Autismus-Tag am 2. April Schon die Durchschnittsbevölkerung hat Probleme damit, auf bislang Übliches zu verzichten – kein Handschlag zur Begrüßung, kein Café-Besuch, kein Fußballspiel. Deutlich schwerer fällt der Verzicht auf Gewohntes Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung. Am 2. April, dem Welt-Autismus-Tag,mehr...

Der Beitrag Covid 19: Besondere Herausforderung für Menschen mit Autismus erschien zuerst auf I take care.

]]>
Welt-Autismus-Tag am 2. April
CoVid 19: Besondere Herausforderungen für Menschen mit Autismus

Schon die Durchschnittsbevölkerung hat Probleme damit, auf bislang Übliches zu verzichten – kein Handschlag zur Begrüßung, kein Café-Besuch, kein Fußballspiel. Deutlich schwerer fällt der Verzicht auf Gewohntes Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung. Am 2. April, dem Welt-Autismus-Tag, will die WHO auf die besondere Situation Betroffener hinweisen.

Die Zahl der diagnostizierter Autismus-Spektrum-Störungen ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Das heißt aber nicht, dass damit auch tatsächlich ein Anstieg der Fallzahlen verbunden ist. Die Diagnostik hat sich verbessert. In früheren Jahren wurden Ausformungen von Autismus häufiger falsch diagnostiziert oder nicht erkannt. Man hielt Autisten für Eigenbrötler. Man hat weder das Leiden dahinter gesehen, noch hat man alle Optionen zur frühen Förderung ausgeschöpft.

Menschen mit einer autistischen Beeinträchtigung können normal oder auch deutlich überdurchschnittlich intelligent sein. Gleichzeitig ist ihre Fähigkeit, mit der Umwelt zu interagieren – insbesondere mit Menschen und Tieren – massiv eingeschränkt.

Die meisten Autisten haben sowohl Schwierigkeiten damit, Äußerungen, Gesichtsausdrücke oder Verhaltensweisen ihres Gegenübers richtig einzuschätzen, als auch, darauf adäquat zu reagieren. Zudem machen auch Menschen mit lediglich einer milden Ausformung von Autismus, Trubel und Lärm zu schaffen. Regeln und Strukturen hingegen geben Sicherheit. Belangloser Smalltalk fällt ihnen sehr schwer und das Einfühlungsvermögen ist nur schwach ausgebildet. Das macht das soziale Leben für sie wie auch für ihr Umfeld schwierig.

Vermeintliche Strukturlosigkeit und somit Änderungen im täglichen Ablauf sorgen bei Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung für tiefste Verunsicherung bis hin zu Panik. Man kann sich vorstellen, wie schwer ihnen der jetzt durch Covid-19 ausgelöste Wandel fällt.

Neben der Verhaltenstherapie gibt es weitere Trainings und Therapiemethoden – sowohl für den Betroffenen als auch für sein Umfeld. Dabei geht es vor allem darum, mehr Sicherheit im Umgang mit der Umgebung zu erlangen. Man will „Anker“ setzen, die auch bei Veränderungen in der täglichen Routine noch Sicherheit geben können. Das Training häufiger Alltagssituationen hilft zum Beispiel, mit eben diesen Situationen adäquat umzugehen und das Gelernte dann auch auf andere Bereiche anzuwenden. 

Quellen: Text: VFP (Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater e.V.); Bild: pixabay.de

Der Beitrag Covid 19: Besondere Herausforderung für Menschen mit Autismus erschien zuerst auf I take care.

]]>
Respekt! https://itake.care/blog/respekt/ Tue, 03 Mar 2020 20:55:46 +0000 https://itake.care/?p=1294 Respekt ist in den heutigen Zeiten mehr als nur ein Schlagwort. Respekt ist wesentlich für unseren Alltag, als Individuen und somit auch in unserer gesellschaftlichen Entwicklung. Respekt beginnt mit jedem von uns. Jeder möchte respektiert werden, aber Respekt (vor-)leben, dasmehr...

Der Beitrag Respekt! erschien zuerst auf I take care.

]]>
Respekt

Respekt ist in den heutigen Zeiten mehr als nur ein Schlagwort. Respekt ist wesentlich für unseren Alltag, als Individuen und somit auch in unserer gesellschaftlichen Entwicklung. Respekt beginnt mit jedem von uns.

Jeder möchte respektiert werden, aber Respekt (vor-)leben, das tun wir alle (noch) viel zu wenig. Sonst hätten wir nicht die Diskussion über Flüchtlinge, Fridays for future, die AfD & Co. – Rassismus ist Anti-Respekt.

Respekt bedeutet, den anderen zu sehen, wie er ist. Dafür muss man nicht alles gutheißen! Aber man muss hinsehen und zuhören. Um das zu gewährleisten braucht man als allererstes ein echtes Interesse. Am anderen.

Respekt ist eine Grundhaltung

Respekt ist eine Grundhaltung. Wenn man wirklich bereit ist, den anderen zu respektieren, dann muss man damit akzeptieren, dass er den gleichen Wert hat wie man selbst. Dass das Gegenüber weder besser noch schlechter ist, nur ggf. anders. Ein Mensch.

Respekt ist leicht, wenn man unter Gleichgesinnten ist. Aber bei Andersdenkern? Bei Andersaussehern? Bei Andershierarchischeingeordneten? Das ist grundsätzlich etwas schwierig in unserer deutschen Kultur, denn wir sind Fehlerfinder. Fehlerfinder sehen schnell und präzise die Unterschiede. Stärkensucher hingegen suchen – bei allen Unterschieden – die individuelle Stärke des Gegenübers, das, was einem Respekt abverlangt bei allem, was einem am Gegenüber vielleicht nicht gefällt.

Umgang mit Provokation

Typisches Beispiel: Ein Schüler provoziert seinen Lehrer. Schuld scheint der Schüler zu haben, denn er ist vorlaut und respektlos. Wenn man genau hinschaut, merkt man jedoch meist, dass der Schüler nur provoziert, weil er gesehen und respektiert werden möchte, denn im Grunde ist er verloren und unsicher. Diesem Schüler wurde vermutlich bisher kein Respekt gezollt, aber dennoch treibt ihn etwas an, dass er – auch ER – Respekt erleben möchte. Kurz gesagt: Da ist noch nichts verloren!

Typische und verständliche Reaktion eines Lehrers wäre, den Schüler zu maßregeln, ihm deutlich zu machen, wie er sich ihm gegenüber – dem Ranghöheren – zu verhalten habe. Respekt lebt aber ohne Ränge, Respekt lebt von Mensch zu Mensch.

Respektvoll wäre es also, wenn der Lehrer – als Erwachsener – dem Schüler gerade in diesem Moment Respekt vorlebt. Wenn er ihm zuhört, sein Verhalten hinterfragt und ihm Lösungen anbietet. Es geht nicht darum, diesen Schüler zum Gehorchen zu bringen, sondern ihn etwas zu lehren. In diesem Fall: Respekt.

Beispiel: „Ich höre, was du sagst. Und ich sehe die Unsicherheit hinter deiner großen Klappe. Dabei musst du gar nicht unsicher sein. Ich denke, du bist eigentlich ein ganz guter Typ. Wie du dich jetzt gerade verhältst, das passt aber nicht dazu. Gerne können wir später unter vier Augen reden und du erklärst mir in Ruhe, was dich wirklich stört.“ Wichtig ist, die Worte werden immer nur ankommen, wenn sie authentisch sind. Und dafür muss der Sprecher den respektvollen Umgang tief verankert haben.   

Jeder ist gefordert

Wir sollten uns alle motivieren, unsere Welt respektvoller zu gestalten. Dazu gehört auch, vor anderen nicht respektlos über jemanden zu sprechen. Auch wenn wir nicht herausgefunden haben, wieso oder warum jemand Dinge macht, die uns stören, heißt es nicht, dass dieser Jemand böse oder dumm ist. Wir haben ihn nur einfach bisher nicht verstanden. Dieser Jemand wird aus seiner Sicht Gründe haben. Die müssen uns nicht gefallen. Aber diese Gründe haben Ursprünge. Die können wir diskutieren. Und ablehnen. Aber dafür müssen wir nicht den gesamten Menschen ablehnen.

Jede Medaille hat zwei Seiten. Jeder Mensch auch.

Der Beitrag Respekt! erschien zuerst auf I take care.

]]>
Warum sie sprang https://itake.care/blog/suizid-warum-sie-sprang/ Sun, 19 Jan 2020 16:10:46 +0000 https://itake.care/?p=1274 Wenn jemand Suizid begeht, reagiert das Umfeld meist erschrocken, entsetzt, fassungslos. Dann folgen Sätze wie: „Das hätte ich nie gedacht!“ oder „Wer wirklich nicht mehr will, den kann man eh nicht aufhalten!“. Ehrlich gesagt, das sehe ich anders.  In Deutschlandmehr...

Der Beitrag Warum sie sprang erschien zuerst auf I take care.

]]>
Suizid

Wenn jemand Suizid begeht, reagiert das Umfeld meist erschrocken, entsetzt, fassungslos. Dann folgen Sätze wie: „Das hätte ich nie gedacht!“ oder „Wer wirklich nicht mehr will, den kann man eh nicht aufhalten!“. Ehrlich gesagt, das sehe ich anders. 

In Deutschland setzen jährlich circa 10.000 Menschen ihrem Leben per Selbstmord ein Ende. Und das sind dreimal so viele wie es Tote durch Verkehrsunfälle gibt. In der faktischen Umsetzung liegen die Männer vorn, bei den Selbstmordversuchen sind es die Frauen. Entscheidend ist, dass acht von zehn Selbstmordkandidaten vorwarnen! Ja, man könnte viele Selbstmorde verhindern. Man…wir…

Am Beispiel von Lina (der Name wurde geändert, die Story ist real) möchte ich einen Verlauf darstellen. Einen, der uns alle hoffentlich hellhöriger macht. Lina ist Ende 40, eine positive Person, glücklich verheiratet, auch mit den Kindern läuft alles. Sie hat einen netten Freundeskreis und bisher das Gefühl, dass sie nicht alleine ist. „Wenn ich um Hilfe bitte, dann ist immer jemand da.“, das ist ihre Erfahrung bisher.

Lina stürzt in eine Krise, nicht, da ein offensichtlich großes Drama passiert, sondern durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Ein Punkt ist, dass sich ihre Hormonlage verändert. Stimmungsschwankungen entstehen, sie macht sich als Folge Gedanken über das Alter, das Altern und den Tod. Sie stellt alles noch einmal in Frage. Wird unsicher. Und nicht, weil sie das will, sondern: „Das Gefühl ist schrecklich.

Es passiert mit mir. Irgendetwas passiert mit mir. Es ist, als würde ich danebenstehen. Ich habe ganz oft das Gefühl, ich beobachte mich von außen. Da rollt etwas auf mich zu und ich kann es nicht stoppen. Ich komme mir so blöd vor. Es gibt ja keinen richtigen Grund. Und trotzdem, ich bin irgendwie tief verzweifelt. Auf einmal ist da Angst und Unsicherheit. Ich kann das gar nicht in Worte fassen.“.  

Sie merkt, dass sie alles auf die Goldwaage legt, fühlt sich bei jeder Kleinigkeit angegriffen. Und weil sie es vom Kopf her nicht begreift und vorerst auch nicht akzeptiert, drückt sie diese Gefühle runter, schämt sich und hat Angst, verrückt zu werden. Wenn sie sonst Probleme hatte, ist sie zu einer Freundin gegangen und hat mit ihr geredet. Doch dieses Mal ist es anders. Sie kann es nicht in Worte fassen. Sie kann nur andeuten und dann hoffen, dass ihr Gegenüber aufmerksam ist. Für mehr hat sie keine Kraft.

Sie sucht verzweifelt nach Hilfe, ohne aber richtig darüber reden zu können. Da ihr die Worte fehlen, da die Krise so unkonkret ist und viel tiefer geht als alles davor. Jede unbedachte Reaktion Anderer auf ihr vorsichtiges Andeuten lässt sie noch tiefer stürzen und deshalb werden ihre Hilfeschreie immer leiser. Sie funktioniert nach außen, dass sie ruhiger wird, bekommt scheinbar niemand mit. 

Lina hat vorgewarnt, sie ist eine von den acht. Doch es ist leider ein bisschen wie Murphys Law, das häufig die schlimmeren Krisen bei anderen viel weniger Beachtung finden. Der Mensch tut sich meist schwer mit Extremen. Die Wenigsten kommen damit klar, wenn ein Freund auf einmal Millionär wird, drei Stufen die Karriereleiter aufsteigt, ein Topmodel heiratet. Und so ist es auch in die andere Richtung. Wenn jemand neben einem abstürzt, dann blockiert das Gehirn manchmal, da es diese Wahrheit nicht sehen möchte, vielleicht auch Angst vor der Verantwortung bekommt.

Lina hat gewarnt. Sie hat erzählt, dass es ihr gerade gar nicht gut geht. Konkreter konnte sie nicht werden. Und die Reaktionen waren „normal“, aber für dieses Mal hat es nicht gereicht. Im Gegenteil sogar, alles wurde schlimmer. Eine Freundin hat angeboten: „Sag Bescheid, wenn du Hilfe brauchst, dann bin ich gerne für dich da!“. Klingt nett, oder? Aber Lina hatte ja Bescheid gegeben. Nur die Kraft sich noch einmal und konkreter zu melden, die hatte sie nicht.

Und die Freundin ließ sie – sicher gut gemeint – in Ruhe. Andere meinten: „Wird schon wieder!“ oder „Du bist doch so ein Stehaufmännchen!“. Was soll Lina dazu sagen? Sie glaubt in dem Moment nicht daran, sie fühlt sich einfach furchtbar alleine, die Panik verstärkt sich. Eine andere Freundin erzählte stattdessen von der eigenen Krise, fragte bei Lina hingegen nicht nach, sondern bedankte sich für ihr Zuhören. „Warum sah niemand meine Not?“, das fragt sie sich.

Was fehlte war ein konkretes Nachfragen wie „Was genau ist los? Wie kann ich dir helfen?“. Man hilft, indem man das Gefühl vermittelt, dass man merkt, dass es ernst ist, dass man den anderen ernst nimmt. Uns steht nicht zu, zu urteilen, welche Krise einen Selbstmord wert ist. Wir können nur da sein. Und auf Veränderungen achten – in beide Richtungen, positive und negative. Hinhören und fragen, das ist unser Job als Partner und Freund.

Linas Mann hat gesehen, wie es ihr geht, aber auch er hat die Situation unterschätzt. An – aus seiner Sicht – besseren Tagen, aus Linas Sicht Tagen, an denen sie besser funktionierte, aber mit dem gleichen, schrecklichen Gefühl in sich, da hat ihr Mann sie behandelt wie immer. Lieb halt, wie immer. Er wollte ihr damit das Gefühl geben, dass alles normal ist. Aber für sie war nichts normal.

Und so entstand das Gefühl, der Situation komplett alleine ausgeliefert zu sein. Ihre Angst, dass sie einfach springen würde, um diesem Gefühl der Ohnmacht zu entgehen, war gigantisch. „Ja, ich war ein rohes Ei, ich war wund am ganzen Körper, ich war in die Tiefen meiner Selbst verunsichert und ängstlich. Ich konnte nicht vermitteln, was mit mir passiert. Ich wusste nicht, was ich sagen oder fragen sollte. Jetzt bin ich sehr dankbar, dass ich es irgendwie doch noch geschafft habe, um Hilfe zu bitten und diese auch prompt bekommen habe.

Bei einem Therapeuten anzurufen, das war sehr schwer. Aber da hat es zum Glück gereicht zu sagen, dass es mir nicht gut geht. Und ich konnte endlich die Verantwortung abgeben.“ 

Lina hat sich nach außen nicht verändert und so weitergemacht wie bisher. Aber innerlich ist viel passiert. Sie hat in kleinen Schritten akzeptiert, dass Krisen passieren können – auch anfangs scheinbar ohne Grund und völlig aus dem Nichts. Lina ist vorsichtiger mit sich und auch mit Anderen geworden. Und sie hat mit der Zeit verarbeitet, dass ihr Mann und ihre Freunde ihr Bestes gegeben haben, dass niemand in sie hineinschauen konnte, dass niemand erahnen konnte, was da mit ihr passierte. Der Schock, dass sie sich in ihrem schlimmsten Moment von allen verlassen gefühlt hat, sitzt tief. So tief wie der damalige Wunsch, dass jemand mitbekommt, wie verzweifelt sie ist. Sie wird ab jetzt besser hinhören und klarer Hilfe anbieten, denn sie möchte da sein, sollte es jemanden mal so gehen wie ihr.

Der Beitrag Warum sie sprang erschien zuerst auf I take care.

]]>
Kunst als Therapie https://itake.care/blog/kunst-als-therapie/ Tue, 05 Nov 2019 20:36:50 +0000 https://itake.care/?p=1250 Wie Joseph Beuys schon sagte: „Kunst ist ja Therapie.“ So wie das Schreiben oder Singen, halt alles, was uns zum Ausdruck unserer Gefühle bringt. In der Kunst-Therapie wird mit Materialien wie Farben, Ton, Fotografie oder Objekten wie Naturmaterialien oder Alltagsgegenständenmehr...

Der Beitrag Kunst als Therapie erschien zuerst auf I take care.

]]>
Kunst als Therapie

Wie Joseph Beuys schon sagte: „Kunst ist ja Therapie.“ So wie das Schreiben oder Singen, halt alles, was uns zum Ausdruck unserer Gefühle bringt.

In der Kunst-Therapie wird mit Materialien wie Farben, Ton, Fotografie oder Objekten wie Naturmaterialien oder Alltagsgegenständen gearbeitet. Meist haben die Künstler ein spezifisches Thema wie eine – meist chronische – Erkrankung oder auch ein akutes, belastendes Problem. Über die Gestaltung werden innere Bilder freigesetzt. Allein der Prozess ist oft wie eine Befreiung. Neue Wege zeigen sich auf, Kraft und Ressourcen werden (neu) entdeckt. Dabei geht es nicht um künstlerische Perfektion, sondern im Gegenteil um den freien Ausdruck. Man entwickelt ohne zu bewerten, ohne starre Zielvorgabe.

Erst nach der Fertigstellung des Werkes wird dieses in seiner Gesamtwirkung wahrgenommen und interpretiert. Das Werk wird für sich, aber auch im konkreten Kontext der Problemstellung analysiert. Gerade durch die Diskussion in der Gruppe können verdrängte Emotionen freigesetzt, aber auch neue Wege sichtbar gemacht werden.

Selbst wenn die Interpretation von Bildern schon immer zur darstellenden Kunst gehörte, so ist die therapeutische Arbeit mit der Kunst noch eine recht junge Disziplin. Erst zu Beginn des 20. Jahrhundert entwickelte sich diese als fester Bestandteil der Analyse. Heute haben sich zahlreiche Strömungen herausgebildet. Schwerpunkte sind zum Beispiel Kinder, da diese oft ihre mit Scham besetzten Gefühle nicht klar ausdrücken können oder wollen bzw. traumatische Erlebnisse nicht im Gespräch nacherleben sollten. Die Annäherung über Bilder ist hier hilfreich. Zudem sind es die Patienten mit chronischen Beschwerden, die diese Dauerbelastung kompensieren möchten. Der künstlerische Ausdruck hilft hier die starken Gefühle wie etwa Wut, Verzweiflung oder Neid zu definieren, einzuordnen und zu einer Akzeptanz der eigenen Lebenssituation zu finden.

Kunst ist Schönheit, Kreativität und Freiheit – Dinge, die jedem Menschen unabhängig von seiner emotionalen Situation guttun und in seinem Sein voranbringen.

Der Beitrag Kunst als Therapie erschien zuerst auf I take care.

]]>
Zwangseinweisung – Top oder Flop? https://itake.care/blog/zwangseinweisung-top-oder-flop/ Sun, 29 Sep 2019 13:06:10 +0000 https://itake.care/?p=1169 Circa 200.000 Menschen kommen jedes Jahr neu in die Psychiatrie, die Hälfte davon unfreiwillig. Und die Tendenz ist steigend. Was sind Gründe für eine Zwangseinweisung?  Hier gibt es zwei klassische Gründe, nämlich die Gefahr für andere und die Gefahr fürmehr...

Der Beitrag Zwangseinweisung – Top oder Flop? erschien zuerst auf I take care.

]]>
Zwangseinweisung

Circa 200.000 Menschen kommen jedes Jahr neu in die Psychiatrie, die Hälfte davon unfreiwillig. Und die Tendenz ist steigend.

Was sind Gründe für eine Zwangseinweisung? 

Hier gibt es zwei klassische Gründe, nämlich die Gefahr für andere und die Gefahr für den Betroffenen selbst. Letzteres kann zum Beispiel in Form von massivem Alkoholkonsum, von Selbstmordgedanken oder von der Verweigerung der Einnahme notwendiger Medikamente herrühren.

Was ist die rechtliche Grundlage?

Zwangseinweisungen sind über Landesgesetze geregelt, die in den meisten Bundesländern “Psychisch Kranken Gesetze”, in Baden-Württemberg, Bayern und dem Saarland “Unterbringungsgesetz” und in Hessen “Freiheitsentziehungsgesetz” genannt werden.

Wer darf einweisen?

Grundsätzlich kann jeder Mensch einen anderen Menschen zur Einweisung vorschlagen, wenn dieser aufgrund einer (vermuteten) psychischen Erkrankung fremd- oder selbstgefährdend handelt. Ob dieser jedoch längerfristig eingewiesen wird, das hängt dann von der Beurteilung eines Psychiaters, eines Gutachters und eines Richters ab. Häufig sind Psychiater und Gutachter eine Person.

Wie wird eingewiesen?

Wenn der Betroffene kooperativ ist, dann kann man mit ihm zum Beispiel zur nächsten psychiatrischen Ambulanz fahren. Ansonsten ist hier die Polizei gefragt, da es sich ja um eine Gefährdung handelt.

Was passiert nach der Einweisung?

Nach der Einweisung muss dem Betroffenen das Recht gewährt werden, binnen 24 Stunden mit einem Arzt/Psychiater zu sprechen. Dieser entscheidet dann, wie es weitergeht. Optimaler Weise wird gemeinsam entschieden, dass der Patient zum Beispiel die Klinik verlässt, sich aber einen ambulanten Therapeuten sucht oder dass er vorerst in der Klinik verbleibt, bis er stabiler ist. Wenn der Patient nicht bleiben möchte, der Arzt aber die Notwendigkeit feststellt, dann entscheidet innerhalb der anschließenden 24 Stunden ein Richter über das weitere Vorgehen.

Kann man sich selbst einweisen?

Wer von sich aus erkennt, dass er aktuell nicht mehr für seine eigene oder fremde Sicherheit sorgen kann, der kann von einem Arzt eine Überweisung für eine Aufnahme in eine psychiatrische Klinik beantragen. Dies muss nicht einmal ein Facharzt, sondern kann auch der Hausarzt übernehmen. Der Arzt sollte dem Betroffenen auch bei der Wahl und dem ersten Kontakt mit der Klinik helfen. In einem Akutfall kann der Betroffene sich an die psychiatrische Ambulanz wenden und um Aufnahme bitten. 

Fazit

Eine Zwangseinweisung hört sich schlimmer an, als sie ist. Sie betrifft Menschen in starken Krisen. Und hier ist es wichtig, dass es Möglichkeiten gibt, zu helfen. Für jeden – als Helfer und als Betroffener. Ob unser System perfekt ist, darüber mag ich dabei nicht urteilen.

Der Beitrag Zwangseinweisung – Top oder Flop? erschien zuerst auf I take care.

]]>
Ich glaub, ich werde verrückt! https://itake.care/blog/ich-glaub-ich-werde-verrueckt/ Thu, 22 Aug 2019 13:36:23 +0000 https://itake.care/?p=1158 Diesen Satz sprechen wir allzu häufig und leichtfertig aus. Meist, wenn uns alles zu viel wird und wir das Gefühl haben, wir verlieren den Boden unter den Füßen. Aber unter Strom sein oder sich – vielleicht etwas übertrieben und zumehr...

Der Beitrag Ich glaub, ich werde verrückt! erschien zuerst auf I take care.

]]>
Ich glaub, ich werde verrückt!

Diesen Satz sprechen wir allzu häufig und leichtfertig aus. Meist, wenn uns alles zu viel wird und wir das Gefühl haben, wir verlieren den Boden unter den Füßen. Aber unter Strom sein oder sich – vielleicht etwas übertrieben und zu viele – Gedanken machen, das ist noch lange kein Verrücktsein.

Verrückt bedeutet umgangssprachlich so etwas wie ungewöhnlich, anders, schräg, unkonventionell, aber auch: nicht bei Sinnen, geistesgestört. Belastet mit diesen und ähnlichen Bezeichnungen ist eine psychische Erkrankung noch immer ein Stigma. 

Ab wann gilt man denn als „verrückt“?

Es gibt eine internationale Klassifikation der verschiedenen psychischen Erkrankungen. Hierin werden diese einzeln aufgeschlüsselt und mit Symptomen definiert. Der Übergang in eine psychische Erkrankung ist meistens fließend. Erst wenn zum Beispiel die Angst die Lebensqualität beeinträchtigt und ein normales Leben oder ein Vor-die-Tür-gehen nicht mehr möglich ist, dann wird sie sicher pathologisch sein. Aber wer als Frau im Dunkeln alleine im Wald Angst verspürt, ist sicher „normal“. Und wer als Mann in einer dunklen Gasse von einem 2-Meter Koloss angerempelt wird und sich fürchtet, sicher auch.

Verrückt ist, um es kurz zu machen, also nicht klar zu definieren. Ich liebe dieses Wort im Sinne des „anders sein“, aber ich mag nicht den negativen Beigeschmack des „geistesgestörten“. Denn was ist schon normal? Die, die sich dafür halten, sind es meist am wenigsten.

Ein wenig verrückt zu sein, das schadet uns allen nicht. Wer sich aber belastet fühlt oder auf einmal anders, der sollte sich Hilfe holen und die Sicherheit, dass alles gut ist oder wieder gut werden kann. 

Werden wir immer verrückter?

Die oben genannte Klassifikation wird regelmäßig überarbeitet. Und es kommen immer mehr Diagnosen dazu, mittlerweile sind es an die 300. Da sollte man sich also nicht verrückt machen lassen – eine passt bestimmt auch zu dir und mir. Viel wichtiger ist aber doch, wie man sich selber fühlt und wie einen das Umfeld wahrnimmt. Aufhorchen sollte man, wenn eine Veränderung eintritt. Ist man häufiger traurig oder ängstlicher, schneller gereizt oder durchgängig desinteressiert? Treten auf einmal verstärkt Konflikte auf? Privat, im Job, im Supermarkt,… Wenn das Gefühl verstärkt da ist, man ist dem Leben nicht mehr gewachsen, man ist fremdbestimmt, wenn man leidet unter einer alten oder neuen Situation und alles nur noch darum kreiselt, dann, ja, dann sollte man so „verrückt“ sein und sich helfen lassen!

Der Beitrag Ich glaub, ich werde verrückt! erschien zuerst auf I take care.

]]>